GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Umbau 2025, Köln

GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Im Souterrain des GESIS Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften entstand aus einem bislang wenig einladenden Aufenthaltsraum ein neues Mitarbeitercafé. Der bestehende Raum war geprägt von weißen Oberflächen, geringer Aufenthaltsqualität und einer problematischen Raumakustik. Ziel der Neugestaltung war es, trotz der Lage im Untergeschoss einen warmen, atmosphärischen Ort zu schaffen, der Mitarbeitende aus dem gesamten Haus zusammenbringt.

Das Café ergänzt die Community-Flächen der einzelnen Etagen um einen zentralen, abteilungsübergreifenden Treffpunkt. Es wird für Pausen und informellen Austausch ebenso genutzt wie für Catering, Schulungen und gemeinsame Veranstaltungen.

Raum und Akustik

Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs war die Verbesserung der Raumakustik. Akustisch wirksame Deckenfelder, eine gepolsterte Sitzbank und die Wandverkleidung reduzieren den Schall und schaffen eine deutlich ruhigere, angenehmere Atmosphäre.

Die neu eingeführten Rundungen lösen zugleich die ursprünglich sehr rechtwinklige Geometrie des Raumes auf. Sitzbank, Wand und Decke gehen in einer weichen Bewegung ineinander über und geben dem Café einen eigenständigen räumlichen Charakter.

Der Tresen als Mittelpunkt

Der neu entworfene Tresen bildet den Mittelpunkt des Cafés. Seine kräftige, marmorierte Oberfläche nimmt Bezug auf die Natursteinmaterialien des Bestandsgebäudes und übersetzt deren Wertigkeit in eine zeitgemäße Gestaltung.

Zusammen mit dunklen Holztönen, warmen Graunuancen und einzelnen farbigen Akzenten entsteht eine Materialwelt, die an die Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre anknüpft, ohne sie zu reproduzieren.

Materialien und Möbel verbinden die unterschiedlichen Zeitschichten miteinander. Natursteinanmutung, Holz, textile Oberflächen und ausgewählte Leuchten greifen die Atmosphäre des Bestands auf und interpretieren sie neu.

Material und Detail

Die Beleuchtung wurde vollständig neu konzipiert und bildet gemeinsam mit den akustischen Deckenelementen eine neue Raumstruktur. Direktes und indirektes Licht schafft unterschiedliche Stimmungen und unterstützt die vielfältige Nutzung des Cafés.

Oberhalb der hochliegenden Fenster erweitert eine spiegelnde Fläche optisch den Raum. Sie reflektiert Licht und Außenraum und lässt die niedrige Souterrain-Situation heller und großzügiger erscheinen.

Licht und Raumwirkung

Ein Treffpunkt für das ganze Haus

Aus einem wenig genutzten Aufenthaltsraum ist ein lebendiger Treffpunkt für das gesamte Haus geworden. Das Café bietet Raum für die kurze Kaffeepause ebenso wie für Gespräche, gemeinsames Essen und größere Veranstaltungen. Damit schafft es eine neue Verbindung zwischen den Abteilungen und stärkt den informellen Austausch innerhalb von GESIS.

Fakten:
Standort: GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln
Projektart: Bestandsumbau / Neue Arbeitswelten
Projektstart: 2025
Projektgröße: 80 qm

In Zusammenarbeit mit:
Studio van Putten, Köln

Lichtplanung:
Planungsbüro a.g. Licht

Fotograf: Lukas Palik Fotografie